Mehrere Brandeinsätze am Morgen – eine Brandtote und mehrere Verletzte


Brandeinsatz Oidtweilerweg – zwei verletzte Personen


In der Nacht zum Sonntag, 16.01.2022, wurde die Feuerwehr Alsdorf gegen 02.33 Uhr zu einem Wohnungsbrand in den Oitdweilerweg alarmiert. Nach erster Meldung sollte es in einem Mehrfamilienhaus mit insgesamt 16 gemeldeten Bewohnern zu einem Wohnungsbrand gekommen sein. Mit dem Einsatzstichwort „Feuer SOS – Menschenleben in Gefahr“ wurde Vollalarm für alle drei ehrenamtliche Löschzüge und die hauptamtliche Wache ausgelöst.
Vor Ort bestätigte sich das Meldebild. Im 2. OG des Mehrfamilienhauses war es zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand gekommen. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten sich bereits einzelne Bewohner aus dem Wohnhaus in Sicherheit gebracht.

Der Verbleib der Bewohner der Brandwohnung war zunächst unklar, sodass eine umfassende Menschenrettung und Personensuche eingeleitet wurden. Bereits kurze Zeit nach Einsatzbeginn konnten sowohl die Bewohner der Brandwohnung als auch weitere im Objekt verbliebene Bewohner aus dem Wohnhaus gerettet werden. Durch das Brandereignis wurden die beiden Bewohner der Brandwohnung verletzt und mussten durch den herbeigerufenen Rettungsdienst und Notarzt vor Ort versorgt werden.

Gegen 03.04 Uhr konnte durch den Einsatzleiter die Rückmeldung: „Feuer aus!“ gegeben werden. Durch den zügigen und kontrollierten Innenangriff konnte ein Übergreifen des Feuers auf das Dach und andere Wohneinheiten verhindert werden. Mit Ausnahme der unmittelbar brandgeschädigten Partei konnten die anderen Bewohner nach Einsatzende in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Unterbringung der unmittelbar brandgeschädigten Partei wurde durch den Bereitschaftsdienst der Stadt Alsdorf veranlasst.

 



Brandeinsatz „An den Linden“ – eine Brandtote


Am Sonntagmorgen wurde die Freiwillige Feuerwehr Alsdorf gegen 09.13 Uhr erneut mit dem Einsatzstichwort „Feuer SOS – Menschenleben in Gefahr“ zu einem Wohnungsbrand in die Broicher Siedlung gerufen. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter Rauch aus einer im 1. OG gelegenen Wohnung. Da sich nach erster Rückmeldung noch eine Person in der Brandwohnung aufhalten sollte, wurde umgehend eine Menschenrettung eingeleitet. Ein Angriffstrupp drang unter Atemschutz über die Hauseingangstüre in die Wohnung vor. Parallel hierzu drang ein weiterer Angriffstrupp mittels Steckleitern über ein vorgelagertes Carportdach und den zur Wohnung zugehörigen Balkon in das Objekt ein.

Bereits nach kurzer Zeit fanden die Einsatzkräfte in der Brandwohnung eine leblose weibliche Person. Trotz des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte konnte durch die ebenfalls zur Einsatzstelle gerufene Notärztin nur noch der Tod der Patienten diagnostiziert werden. Im Anschluss an die Personenrettung brachten die Wehrleute das Feuer zügig unter Kontrolle. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Betreuung der Angehörigen und der eingesetzten Feuerwehrleute wurden zwei Notfallseelsorgerinnen zur Einsatzstelle gerufen.

Vor Ort machten sich Kreisbrandmeister Thomas Sprank, der Bürgermeister der Stadt Alsdorf, Alfred Sonders und der Leiter des Ordnungsamtes Frank Dohms, ein eigenes Bild der Lage. Die Alsdorfer Wehr war mit mehr als 60 Wehrleuten in den Einsatz eingebunden. Rettungsdienstlich unterstützt wurden die Wehrleute durch eine Notärztin, einen Rettungswagen und den Feuerwehrarzt Dr. Butz.

Im Anschluss an das eigentliche Einsatzgeschehen fand u.a. eine umfassende Nachbesprechungen mit den Notfallseelsorgern statt. Gegen 13.45 Uhr konnten die letzten ehrenamtlichen Kräfte ihren Einsatz beenden. Angaben zur Brandursache oder zur Verstorbenen können seitens der Feuerwehr Alsdorf nicht gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.