Am heutigen Sonntag, den 23.01.2022, wurde die Feuerwehr der Stadt Alsdorf gegen 13:54 Uhr über die Städteregionale Leitstelle in Aachen alarmiert. Im Stadtteil Busch wurde ein Kaminbrand gemeldet, woraufhin Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache und der Freiwilligen Feuerwehr in die Straße „Am Waldsaum“ ausrückten. Vor Ort angekommen bestätigte sich das Meldebild.

Dichter Rauch und Funken drangen bei der Ankunft der alarmierten Rettungskräfte aus dem Kaminschacht. Angriffstrupps rüsteten sich mit Atemschutz aus, während die Drehleiter in Stellung gebracht wurde. Mit einem C-Rohr ging der erste Trupp in das Gebäude vor, um die Revisionsöffnung des brennenden Kamins zu lokalisieren. Der zweite Trupp verschaffte sich von außen, über den Drehleiterkorb einen Zugang und entfernte die brennenden Rückstände mit dem Kaminwerkzeug. Im Inneren des Gebäudes wurden die herabfallenden Glutreste über die Revisionsöffnung entnommen und im Außenbereich abgelöscht.

Mittels einer Wärmebildkamera wurden der Kaminschacht und die angrenzenden Räumlichkeiten kontrolliert. Messungen an der Kaminwand ergaben zwischenzeitlich Temperaturen um die 300°C. Bei der parallelen Erkundung des ersten Obergeschosses stellten die Alsdorfer Einsatzkräfte eine Rauchentwicklung fest, woraufhin Einsatzleiter G. Steinmetz das Meldebild von „Kaminbrand“ zu „Zimmerbrand“ erhöhen ließ. Weitere Einsatzkräfte der Löschzüge 1 und 2 rückten zur Einsatzstelle aus, während der Löschzug Hoengen zur Sicherstellung des Grundschutzes alarmiert wurde.

Die Ursache für Brandrauchentwicklung im Obergeschoss konnte letztendlich in einem Kinderzimmer ausfindig gemacht werden: Hier fanden die Einsatzkräfte eine brennende und zugleich Funken sprühende Steckdose vor. Nachdem ein Trupp die brennende Steckdose aus der Wand entfernt hatte, konnte dieser durch das entstandene Loch in der Wand direkt in den Kaminschacht schauen. Da eine Brandausbreitung in der Zwischenwand nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde weitere Bausubstanz rund um das Loch abgetragen. Weitere Untersuchungen konnten eine Brandausbreitung glücklicherweise nicht bestätigen.

Der hauseigene Elektriker wurde im weiteren Verlauf durch den Hauseigentümer zur Einsatzstelle alarmiert, der die defekte Steckdose stromlos schaltete. Die Räumlichkeiten wurden mit einem Hochleistungslüfter von dem Brandrauch befreit. Anschließend wurde die Einsatzstelle der Polizei und dem Bezirksschornsteinfeger übergeben, der eine weitere Nutzung des Kamins bis zur vollständigen Reparatur untersagte. Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen waren Teile der Eisenbahnstraße und "Am Waldsaum" komplett gesperrt. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr Alsdorf beendet.