In unserer diesjährigen Weihnachtsgeschichte möchten wir euch die Geschichte von Markus erzählen. Bevor er sein Hobby zum Beruf machte, engagierte er sich neben seinem Job in der Freiwilligen Feuerwehr Alsdorf. Mit seiner Entscheidung sein Leben grundlegend zu verändern, verlagerte er seinen Lebensmittelpunkt mit dem Fokus auf die Familie. Auch ein neuer, erfüllender Job sollte her. Heute ist Markus als Notfallsanitäter und Hauptbrandmeister auf unserer Feuer- und Rettungswache Alsdorf angestellt, wo er von seinen Kollegen sehr geschätzt wird.

Seine Hilfsbereitschaft scheint keine Grenzen zu kennen, wie sich auch 2019 zeigte. Dort erfuhr er von einem regionalen DKMS Aufruf. Es wurden Stammzellenspender für die damals 18-jährige Greta aus Eschweiler gesucht. Kurzerhand entschied sich Markus dazu, sich online als möglicher Spender zu registrieren. Kurze Zeit später erhielt er den Bescheid, dass er erfolgreich registriert sei. Es verging seine Zeit, bis er letztendlich November 2020 einen Anruf erhielt.

Man fragte ihn, ob er sich noch als Stammzellenspender zur Verfügung stellen möchte. Er sagte sofort zu, woraufhin er via Expresssendung eine Testkit erhielt. In einem Schnelltestverfahren wurde geprüft, ob er als Spender in Frage kommen würde. Von zwei unterschiedlichen Laboren wurde dann bescheinigt, dass er Stammzellen spenden darf.

Es folgte eine Einladung der DKMS, die ihn zu einer Spezialklinik nach Köln schickte, wo Markus acht Stunden lang intensiv untersucht wurde. Neben einem Aufklärungsgespräch und die erneute Nachfrage, ob er immer noch davon überzeugt sei als Spender aktiv zu werden, bedankte man sich für seinen Einsatz, da er dabei wäre ein Menschenleben zu retten.

Ende März sollte es dann so weit sein. Markus wurde erneut in die Spezialklinik eingeladen. Zwischenzeitlich musste der Termin einmal verschoben werden, da es dem Empfänger gesundheitlich nicht gut ging. Aber jetzt konnte die Behandlung beginnen. 5 Tage in Folge musste er ein spezielles Medikament einnehmen, welches in Form von Spritzen verabreicht wurde. Der hormonähnliche, körpereigene Stoff G-CSF sorgte für eine vermehrte Produktion von Stammzellen und deren Ausschwemmung in die Blutbahn. Man legte ihm jeweils einen Zugang in beide Armvenen, ähnlich wie bei der Blutspende. Auf diese Weise wurden ihm ca. 600 ml Stammzellen entnommen, die noch am gleichen Abend in die Klinik des Empfängers gebracht wurden.

Bereits am Folgetag konnte er die Klinik wieder verlassen. Seither bekommt Markus regelmäßige Updates von der DKMS zum Empfänger. Ein direkter Kontakt ist aufgrund der gewünschten Anonymität nicht möglich. Über die DKMS lies er nun einen selbstgeschriebenen Brief überreichen, mit den besten Wünschen für das Weihnachtsfest und das neue Jahr.

Der 30- bis 40-jährige Mann aus Deutschland soll die Behandlung gut überstanden haben und er konnte auch die behandelnde Klinik bereits verlassen. Mehr Informationen liegen Markus bis heute nicht vor. Er ist aber froh und stolz auf diese Art und Weise ein Menschenleben gerettet zu haben. Er bat uns auf den nachfolgenden Link hinzuweisen, weil er auch andere Menschen dazu ermutigen möchte, sich registrieren zu lassen. Helfen kann so einfach sein – hier ist der Link, den wir auf Markus Wunsch gerne verbreiten: https://www.dkms.de/aktiv-werden/spender-werden