Außergewöhnlicher Polizei- & Feuerwehreinsatz. Um 01:30 Uhr ertönte der Gong auf der Feuer- und Rettungswache. Die hauptamtliche Wache wurde zunächst zu einem PKW-Brand in Alsdorf-Schaufenberg alarmiert. In der Straße "Am Niesen Bend" fanden die Einsatzkräfte einen in Vollbrand stehenden PKW vor. Nachdem der Brand erfolgreich gelöscht war, wurde das ausgebrannte Fahrzeug mit einer Wärmebildkamera abschließend kontrolliert. Die Einsatzstelle wurde daraufhin den alarmierten Einsatzkräften der Polizei übergeben.

Auf der Rückfahrt zur Wache staunten die Einsatzkräfte nicht schlecht. Mitten auf der Luisenstraße standen acht ausgebüxte Kühe, weit entfernt von einer möglichen Weide oder einem Bauernhof. Über Funk wurde die Feuerwehr-Leitstelle informiert, die wiederum die umliegenden Bauern kontaktierte und Einsatzkräfte der Polizei nachalarmierte. Bis zum Eintreffen der Polizeibeamten versuchten die Feuerwehrkräfte die acht Kühe einzufangen. Mit der Ankunft der Streifenwagen wurde die Einsatzstelle der Polizei übergeben.

Eine halbe Stunde später ertönte erneut der Gong auf der Feuer- und Rettungswache: "Amtshilfe für die Einheiten der Polizei". Die Anzahl der ausgebüxten Kühe war zwischenzeitlich auf 16 angestiegen. Die Herde hatte sich mittlerweile getrennt: Einzelne Tiere waren von dem Zentralparkplatz kommend Richtung Alsdorfer Weiher unterwegs. Weitere Tiere machten sich augenscheinlich auf dem Weg in die Siedlung Ost. Umgehend rückten Einheiten der Feuerwehr zur tierischen Rettungsaktion aus.

Glücklicherweise ließen sich insgesamt 15 Tiere in den Anlieferungsbereich eines örtlichen Discounters treiben. Mit Feuerwehrleinen und einem zusätzlichen Streifenwagen wurde ein provisorischer Pferch errichtet. Die Einsatzkräfte sorgten sich um die verirrten Tiere bis zum Eintreffen des zuständigen Bauern, der seine Kühe mit einem Anhänger abtransportierte. Für die Suche nach der letzten einsamen Kuh wurden erneut ein Streifenwagen entsendet. Um 03:30 Uhr war der Einsatz für die Alsdorfer Feuerwehr beendet.