Am vergangenen Samstag, den 08.08.2020, fand eine nicht alltägliche Übung in Alsdorf-Ofden statt. Die Johanniter-Rettungshundestaffel Aachen-Düren-Heinsberg und die Feuerwehr Alsdorf  waren zu einer gemeinsamen Übung ausgerückt, für die die Alsdorfer Drehleiter zum Einsatz kam.

Am Übungsobjekt, eine an der Theodor-Seipp-Straße gelegene Kirche, angekommen, fanden zunächst eine Vorbesprechung und eine anschließende Eingewöhnung der Hunde mit dem Übungsfahrzeug statt. Auch der Leiter der Alsdorfer Feuerwehr, Markus Dohms, ließ es sich nicht nehmen dieser besonderen Übung einen Besuch abzustatten. Die Johanniter-Ausbilderin Sarah Heibges und Staffelleiter Norbert Schmahl erklärten den Einsatzkräften der Feuerwehr die Arbeit der Rettungshunde und erläuterten das sogenannte "Anleitern" für Trümmersuchhunde, bei dem die tierischen Retter über den Korb der Drehleiter in ein Gebäude zur Menschensuche angesetzt und von dort aus mit Worten und Handzeichen der Rettungshundeführer delegiert werden.

Hierfür wurde die Alsdorfer Drehleiter zunächst in Stellung gebracht und der Drehleiterkorb ausgefahren. Bevor die Übung beginnen konnte, stand eine Einweisung in das Arbeitsgerät bevor. Für die hauptamtlichen Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Alsdorf, Michael. D. und Yannik C, war diese bisher einmalige Übung etwas ganz Besonderes. Beide erklärten den Johannitern die Besonderheiten der Drehleiter und das Ein- und Aussteigen aus dem Drehleiterkorb.

Auf und ab: Zu Beginn der Übung wurden die Hunde zunächst nur auf einen Meter Höhe gefahren, um sich an die besondere Lage zu gewöhnen. Hierfür bestiegen jeweils eine Einsatzkraft der Feuerwehr, ein Rettungshundeführer mit einem Rettungshund den Korb. Nachdem alle Hunde die Vorübung erfolgreich hinter sich gebracht hatten, ging es dann in luftige Höhe.

Die Rettungshunde freuten sich sichtlich über diese Übung, bei der sie nun über ein Geländer aus dem Korb "angeleitert" wurden. Nicht immer können die Rettungshundeführer so nah an ein Trümmergebiet heran und dort ihren vierbeinigen Kollegen zur Suche ansetzen. In diesen Fällen wird dann die Hilfe der Feuerwehr erforderlich. Mit der Alsdorfer Drehleiter könnten die Rettungskräfte samt Rettungshunde im Bedarfsfall bis zu einer Höhe von 30 Metern zielgerichtet angesetzt werden kann. Der Truppführer der Feuerwehr und der Rettungshundeführer verbleiben hierbei im Korb, um von dort aus die Kommandos an den Hund zugeben. Eine nicht ganz einfache Angelegenheit, die eine hohe Bindung zwischen Mensch und Hund und intensives Training voraussetzt.

Die außerordentliche Übung endete nach rund 2,5 Stunden. Alle Übungsmitglieder zeigten sich begeistert. Die Feuerwehr der Stadt Alsdorf bedankt sich bei dem Team der Johanniter Rettungshundestaffel für die Übungsausarbeitung und ebenso bei der Feuerwehrfotografie Bilderzoom Aachen für die bebilderte Dokumentation. Weitere Bilder: www.facebook.com/feuerwehr.alsdorf