Am heutigen Samstagmorgen, 12.10.2019 wurde die Feuerwehr Alsdorf über die Städteregionale Leitstelle in Aachen zu einem Brandereignis in Alsdorf alarmiert. Um 08:02 Uhr ertönten daraufhin die Melder der haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Aufgrund des Meldebildes "Feuer SOS - Menschenleben in Gefahr" rückte eine Vielzahl an Rettungskräften zur Einsatzstelle in der Ottenfelder Strasse aus. Alle drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr waren zusätzlich zur Hauptamtlichen Wache auf Anfahrt.

Vor Ort angekommen bestätigte sich das Brandereignis: Ein Anbau eines Einfamilienhauses brannte in voller Ausdehnung. Die Flammen schlugen hoch bis zum Giebel des angrenzenden Wohnhauses. Umgehend wurde die Einsatzstelle unter der Leitung von Christian Becker, dem stellvertretenden Wehrleiter der Feuerwehr Alsdorf, in verschiedene Einsatzabschnitte aufgeteilt. Die Brandbekämpfung wurde daraufhin von zwei Seiten des Gebäudes eingeleitet: Während auf der Frontseite drei Angriffstrupps unter schwerem Atemschutz im Einsatz waren, verhinderten zwei weitere Trupps im rückwärtigen Bereich mit Strahlrohren eine Brandausbreitung auf angrenzende Wohngebäude. Die Nachbarn hatten den Einsatzkräften Zugang zum dahinter liegenden Garten gewährt, sodass die Schlauchleitung durch die Räumlichkeiten in den Garten verlegt und eine Brandbekämpfung eingeleitet werden konnte.

Die dreiköpfige Familie des betroffenen Brandobjektes konnten sich glücklicherweise noch vor dem Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte eigenständig retten. Sie kam für die Dauer der laufenden Einsatzmaßnahmen bei befreundeten Nachbarn unter. Der alarmierte Rettungsdienst samt Notarzt untersuchten die Familie. Verletzt wurde niemand. So konnten sich die Alsdorfer Wehrleute auf eine umfangreiche Brandbekämpfung fokussieren.

Zum Schutz der restlichen Wohnräume des Brandobjektes und der angrenzenden Gebäudeteile wurden nachfolgend zwei Riegelstellungen errichtet, wodurch eine Brandausbreitung durch Wärmebrücken verhindert werden konnte. Da die Flammen des brennenden Anbaus bereits auf die äußere Hausfassade und den Giebel des Wohnhauses übergriffen hatten, musste die Dachhaut von einem Angriffstrupp unter Atemschutz über den Drehleiterkorb mittels eines Einreißhakens geöffnet werden. Auf diese Weise wurde eine zusätzliche Abluftöffnung geschaffen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte so ein Übergreifen der Flammen, auch auf die im Dachgeschoss verbaute Gastherme, verhindert werden. Für die Abschaltung der Gaszufuhr wurde der örtliche Energieversorger zur Einsatzstelle alarmiert, der die Gasleitung des Hauses stilllegte. Abschließend wurden alle Räumlichkeiten mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und durch die Vornahme eines Hochleistungslüfters von dem Brandrauch befreit.

Für die Dauer der eingeleiteten Maßnahmen waren die Ottenfelder Straße sowie die Prämienstraße für den weiteren Verkehr vollständig gesperrt. Die Feuerwehr Alsdorf war mit insgesamt 12 Einsatzfahrzeugen sowie zwei Rettungswagen und einem Notarzt im Einsatz. Unterstützt wurde sie von den Einsatzkräften der Polizei. Nach rund 1,5 Stunden konnten die Alsdorfer Feuerwehrfrauen und -männer zur Einsatznachsorge einrücken. Die Einsatzstelle wurde der Polizei übergeben. Nach einer weiteren Stunde war auch das letzte Einsatzfahrzeug mit neuen Atemschutzflaschen und trockenen Feuerwehrschläuchen bestückt. Angaben zur Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr nicht gemacht werden.