Am Montagnachmittag, dem 03.02.2020 wurde die Feuerwehr Alsdorf gegen 14:34 Uhr zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Broicher Siedlung gerufen. Aufgrund einer Vielzahl von Notrufen und gemeldeter betroffener Personen wurde bereits auf der Anfahrt die höchste Alarmierungsstufe »Feuer SOS« ausgelöst.

Bei Eintreffen an der Einsatzstelle bestätigte sich das Einsatzbild. Aus den Zimmern der im 2. Obergeschoss gelegenen Wohnung drang dichter Rauch, während aus einem geborstenen Kinderzimmerfenster Flammen schlugen.

In dem Mehrfamilienhaus waren insgesamt 11 Personen gemeldet, während die Brandwohnung von 2 Erwachsenen und 3 Kindern bewohnt wurde. Der jungen Familie war es glücklicherweise noch vor Eintreffen der Rettungskräfte gelungen das Brandobjekt eigenständig zu verlassen. Der alarmierte Notarzt untersuchte gemeinsam mit den beiden Rettungswagenbesatzungen die betroffenen Bewohner; die Mutter erlitt eine Rauchgasintoxikation, während die drei Kinder glücklicherweise unverletzt blieben.

In Folge der starken Hitzeentwicklung waren die Fenster der Wohnung zersplittert und der Brand auf weitere Räume des 2. Obergeschosses übergegangen. Aufgrund der ausgedehnten Brandentwicklung im 2. Obergeschoss leitete die Feuerwehr zunächst einen sogenannten qualifizierten Löschangriff von außen und unmittelbar hieran anschließend einen Innenangriff über das Treppenhaus ein. Insgesamt rückten 3 Atemschutztrupps mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten in das Objekt vor, während ein weiterer Trupp über den Drehleiterkorb von außen Löschmaßnahmen durchführte.

Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine weitere Brandausbreitung auf andere Wohnungen des Mehrfamilienhauses verhindert werden. Für die Wohnung im 2. Obergeschoss kann jedoch jede Hilfe zu spät, die Wohnung wurde ein Raub der Flammen und ist unbewohnbar.

Aufgrund Unbewohnbarkeit der Wohnung wurden sowohl das Ordnungsamt als auch der Bürgermeister über die notwendige kurzfristige Unterbringung der Familie in Kenntnis gesetzt. Die Familie kam bei Familienangehörigen unter, sodass eine städtische Unterbringung nicht erforderlich wurde. Im Anschluss an die Löscharbeiten wurden die Räumlichkeiten auf verbliebene Brandnester mittels Wärmebildkamera kontrolliert und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.

Angaben zur Brandursache und zur Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr Alsdorf nicht gemacht werden. Gegen 16:00 Uhr konnten die etwa 40 Einsatzkräfte von Freiwilliger und Hauptamtlicher Feuerwehr, die beiden Rettungswagen, der alarmierte Notarzt und weitere Einsatzwagen der Polizei ihren Einsatz beenden. Ebenfalls verschaffte sich Kreisbrandmeister Thomas Sprank ein persönliches Bild der Lage vor Ort. Während des Einsatzes blieb die Marienburger Straße vollständig gesperrt.