Vollalarm für die Feuerwehr nach Scheunenbrand.

Um 04:42 Uhr ging der Notruf über die Feuerwehr-Leitstelle in Aachen ein. Auf der Aldenhovener Straße im Stadtteil Bettendorf wurde ein Scheunenbrand auf einem Bauernhof gemeldet – das Ausmaß war zunächst unklar. Aus diesem Grund wurde Vollalarm für die Freiwillige Feuerwehr ausgelöst.

Zahlreiche freiwillige Feuerwehrleute rückten neben der hauptamtlichen Wache zur Einsatzstelle aus. Bereits auf der Anfahrt der Einsatzkräfte war eine starke Rauchentwicklung und ein Feuerschein aus der Ferne zu erkennen. Vor Ort angekommen bestätigte sich das Meldebild. Eine größere Scheune voll beladen mit Stroh, einem Traktor und landwirtschaftlichen Geräten brannte in voller Ausdehnung. Umgehend wurde ein umfangreicher Löscheinsatz eingeleitet. Neben drei C-Rohren und einem B-Rohr wurde parallel ein Wenderohr über die Drehleiter der Feuerwehr in Stellung gebracht, sodass von allen Seiten der Scheune und zusätzlich von oben ein Löschangriff vorgenommen werden konnte.

Die Wasserentnahme erfolgte zeitgleich über drei Standrohre, damit die eingesetzten Pumpen mit ausreichend Wasser versorgt werden konnten. Für die weiteren Einsatzmaßnahmen wurde die Aldenhovener Straße von Bettendorf in Fahrtrichtung Siersdorf seitens der alarmierten Polizeikräfte und mit Unterstützung des technischen Dienstes der Stadt Alsdorf gesperrt. Tiere und Menschen befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes glücklicherweise nicht in der Scheune. Die Feuerwehr informierte via Facebook und über die örtlichen Radiosender hinsichtlich des Feuerwehreinsatzes. Anwohner wurden aufgrund der starken Rauchentwicklung darum gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Mit der Hilfe eines befreundeten Bauern und gleichzeitig Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr gelang es mit einem Traktor die brennenden Strohballen aus der Scheune zu ziehen. Angriffstrupps unter schweren Atemschutz löschten das Brandgut im Außenbereich ab. Da die Scheune bis unter das Dach mit Stroh gefüllt war, dauern die Einsatzmaßnahmen aktuell (Stand 08:30) noch an. Erst nachdem die Scheune komplett geräumt und das Brandobjekt mit einer Wärmebildkamera abschließend kontrolliert wurde, werden die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Einsatzstelle an die Kollegen der Polizei übergeben können.

Kreisbrandmeister Thomas Sprank, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Christian Becker, sowie Vertreter des Alsdorfer Ordnungsamtes suchten die Einsatzstelle ebenfalls auf, um sich ein eigenes Bild der Lage zu machen. Wie es zu dem Brand kommen konnte, blieb bisher unbekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Angaben zur Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr nicht gemacht werden. Die Straßensperrung der Aldenhovener Straße wird nach Rücksprache mit Einsatzleiter Andreas Hodenius bis zum Abschluss der Einsatzmaßnahmen aktiv bleiben.